Presse

Pressemitteilung der AVL Ludwigsburg

12. Januar 2010



Winterchaos bringt Müllwerker an ihre Belastungsgrenzen

Die AVL und ihre Vertragspartner bitten um Verständnis bei der Bevölkerung.


Neapolitanische Verhältnisse entlang der alten Römerstraße im Landkreis Ludwigsburg? Viele Bürgerinnen und Bürger des Landkreises sind besorgt wegen der witterungsbedingten Ausfälle von Behälterleerungen durch die AVL-Vertragspartner. „Wir zahlen doch unsere Gebühren, warum sorgen sie nicht dafür, dass unser Müll abgefahren wird, das ist doch ihre Pflicht?“ so und ähnlich klingen viele Telefonate die dieser Tage im ServiceCenter Abfall und bei den Entsorgern eingehen. „Teilweise werden wir beschimpft und es ist wenig Verständnis da bei den Menschen“, so Frau Britta Müllner, die täglich Anrufer und Besucher rund um die Abfallthemen berät. In der Tat sorgen die Wetter- und Straßenverhältnisse der letzten Tage für enorme Schwierigkeiten bei der Abfuhr der im Landkreis bereitgestellten Behälter. Dabei sind allein bei einem Entsorger 40-45 Fahrzeuge täglich mit rund 80 Mitarbeitern im Einsatz, um alles zu tun und die Behälter trotz aller Schwierigkeiten zu leeren. Laut Abfallwirtschaftssatzung des Landkreises Ludwigsburg ist eine Leerung bei Umständen, auf die der Landkreis keinen Einfluss hat, nicht erforderlich. Und doch tun alle Beteiligten ihr Möglichstes. Die Müllwerker kommen abends teilweise mit Tränen in den Augen zurück in ihre Arbeitsräume, sie spüren ihre Füße vor Kälte nicht mehr, sie spüren ihre Arme vom schweren Heben nicht mehr und sie frieren am ganzen Körper.
Nicht nur, dass sie je nach Straßenverhältnissen Ketten auf oder abziehen müssen, und jeder PKW-Fahrer weiß, was dies in dieser Kälte bedeutet. Vor allen Dingen müssen sie Behälter leeren, deren festgefrorene Deckel aufgetürmt sind mit Schnee. Dabei hebt jeder Mitarbeiter Behälter verschiedener Größen bis zu 1100 Liter Fassungsvermögen und hievt diese über hoch angehäufte Schneeränder, um sie zum Fahrzeug zu ziehen. Und sie stehen dabei mit ihren Beinen knietief im Matsch. Auch zusätzlich bereitgestellte Müllsäcke werden mitgenommen, weil die Müllwerker aus Verständnis und Kulanz wissen, dass die Menschen ihren Abfall so schnell wie möglich los werden wollen. „Wir gehen an unsere Belastungsgrenzen“, so der Einsatzleiter der Entsorger. Dabei entsorgen wir dennoch täglich mehrere Tonnen Abfall. Wenn die Bürgerinnen und Bürger uns darin unterstützten, indem sie eine kleine Nische freischaufeln, um die Behälter besser zu platzieren, könnten wir viel effizienter arbeiten. Trotz aller Bemühungen der AVL und ihrer Vertragspartner, kann eine reibungslose Leerung aller Behälter in allen Straßen des Landkreises erst wieder gewährleistet werden, wenn die Schneeverhältnisse sich verändert haben. Viele der schönen kleinen und teilweise sehr steilen Straßen im Landkreis sind bei Schnee und Eis einfach nicht befahrbar. Neapolitanische Temperaturen würden uns jetzt ein wenig helfen, solche Abfallverhältnisse wird es aber im Schwabenländle nicht geben.



Für eventuelle Fragen und zu Ihrer Beratung steht Ihnen das ServiceCenter Abfall jederzeit gerne zur Verfügung.
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www.abfallwirtschaft-ludwigsburg
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