Neues Wertstoff-Sammelsystem 2022

Das Ludwigsburger System

Seit 2022 ist die AVL nur noch für die neue Papiertonne sowie für die Rest- und Biomülltonne zuständig. Fragen zur neuen Gelben Tonne, zu Glasbehältnissen, zur Auslieferung der neuen Tonnen und zur Abholung der RUND-Tonnen, beantworten Ihnen die von den dualen Systemen beauftragten Entsorgungsfirmen PreZero und KURZ unter:

www.verpackungsabfall-lb.de
Tel. 0800 5893854
Ein Tausch der Glasbox gegen eine Glastonne (120 Liter) soll ab 1. April bis zum 15. Juni 2022 online auf oben genannter Internetseite beantragt werden können.

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Häufige Fragen und Antworten

Auslöser für die Systemumstellung war das Verpackungsgesetz aus dem Jahr 2019. Es hat das Ziel, Ressourcen noch besser zu schonen und die Umwelt zu schützen. Vereinfacht gesagt, bedeutet dies, Glas und Verpackungen von Papier getrennt einzusammeln. Zuständig für Glas und Verpackungen sind die dualen Systeme. Deshalb mussten die dualen Systeme mit dem Landkreis neu über die Ausgestaltung der Einsammlung von Glas und Verpackungen im Landkreis Ludwigsburg verhandeln.

FLACH und RUND wurden ersetzt durch eine "klassische" Trennung nach Papier, Verpackungen und Glas, so wie es in vielen anderen Landkreisen der Fall ist:

  • Papier, Pappe und Kartonagen: Papiertonne
  • sogenannte Leichtverpackungen (=alle Verkaufsverpackungen, die nicht aus Glas oder Papier sind; auch Folien und Styropor): Gelbe Tonne
  • Glas: Glastonne oder eine handliche Glasbox; bestehen bleibt auch die Entsorgung über Glascontainer sowie auf den AVL-Wertstoffhöfen

Alle Fraktionen werden weiterhin vor der Haustüre abgeholt.

Außerdem wird die AVL nur noch Ansprechpartnerin für die neue Papiertonne sowie die Bio- und Restmülltonne sein.
Für die Gelbe Tonne und Glas sind die Entsorgungsfirmen PreZero und KURZ zuständig: www.verpackungsabfall-lb.de  Tel. 0800 5893854

Das Einsammeln und Verwerten von Verpackungen ist in Deutschland Aufgabe der sogenannten dualen Systeme. Insgesamt gibt es derzeit 11 privatwirtschaftlich organisierte duale Systeme in Deutschland.

Für den Landkreis Ludwigsburg ist die Firma Interseroh zuständig. Diese hat im Landkreis Ludwigsburg die Entsorgungsfirmen PreZero und KURZ mit dem Leeren der Gelben Tonne und Glasbehälter beauftragt.

Die AVL ist weiterhin zuständig für die Papiertonne sowie die Bio- und Restmülltonnen.

Nein. Die Gelbe Tonne sowie Glas sind nicht Teil des Abfallgebührensystems. Dies hat folgenden Hintergrund: Alle Hersteller und Händler, die in Deutschland verpackte Ware auf den Markt bringen, müssen sich bei einem dualen System beteiligen und bezahlen für die Umsetzung der Sammlung, Sortierung und Verwertung ihrer Verpackungen sogenannte Beteiligungsentgelte (landläufig auch Lizenzentgelte genannt) an ihr duales System. Die zu zahlenden Entgelte werden grundsätzlich im Produktpreis einkalkuliert. Sprich: Der Endverbraucher bezahlt beim Kauf der verpackten Ware bereits die Entsorgungs- und Verwertungsleistung.

 

Privathaushalte schicken ihre Leerungsreklamation bitte per Online-Formular direkt an PreZero und KURZ.

Gewerbekunden nutzen bitte dieses Online-Formular

Hausverwaltungen nutzen bitte dieses Online-Formular

 

Die RUND-Tonnen werden nur leer abgeholt. Noch befüllte RUND-Tonnen dürfen Sie ein letztes Mal bei der nächsten Leerung der Gelben Tonne (LVP) mitleeren lassen. Danach müssen die RUND-Tonnen aber leer sein.
In Einzelfällen, z. B. in Bietigheim und Ludwigsburg, liegt der Abholtermin vor der nächsten LVP-Leerung. In solch einem Fall können Sie die RUND-Tonne bei der nächsten LVP-Leerung noch einmal leeren lassen und die Tonnen dann selbst abgeben. Wo dies möglich sein wird, veröffentlichen wir zeitnah.

Nein. In den meisten Landkreisen muss das Glas zu Glascontainern gebracht werden. Auch im Landkreis Ludwigsburg ist es möglich, Glas bei den Containern und Wertstoffhöfen abzuliefern. AVL und Landkreis haben sich in den Verhandlungen mit den dualen Systemen dafür eingesetzt, dass für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit der Abholung von Glas direkt zuhause bestehen bleibt. Dies wurde erreicht.

Die Glasbox kann entweder bei den Mülltonnen oder z. B. auch im Keller, der Garage etc. aufbewahrt werden. Eine Glasbox ist vergleichbar mit einem Wäschekörbchen aus Kunststoff. Sie fasst ca. 36 Liter und hat voraussichtlich die Maße: 40 cm (Höhe), 45 cm (Breite), 30 cm (Tiefe). Wenn Sie voll befüllt ist, kommt sie auf ein Gewicht von ca. 8 bis 10 kg, je nachdem wie viel Glas in der Box ist und wie schwer das jeweilige Glas ist. Im Schnitt sammelt ein Haushalt im Landkreis Ludwigsburg ca. 4 kg Glas im Monat. Über das konkrete Aussehen der Glasbox entscheiden die dualen Systeme.

Glasverpackungen (mit Verschlüssen und Deckel) können in diesem Körbchen gelagert und zur Leerung am Gehwegrand bereitgestellt werden. Die Müllwerker:innen kippen das Körbchen dann in ein Behältnis, das am Leerungsfahrzeug angebracht ist. Das geleerte Körbchen wird dann wieder am Gehwegrand abgestellt. Die Glasbox wird im Rhein-Neckar-Kreis bereits eingesetzt.

Alternativ können Behältergemeinschaften mit Nachbarn gegründet werden. Eine Tonne würde dann gemeinschaftlich genutzt werden. Blaue Glastonnen wird es in den Größen 120 Liter, 240 Liter und 770 Liter geben.

Generell kann Verpackungsglas aber auch weiterhin zu den Glascontainern oder auf die Wertstoffhöfe gebracht werden.

Dies ist eine Kompromisslösung. In unserem dicht besiedelten Landkreis wollten viele Menschen aus Platzgründen keine weitere Tonne vor ihrer Haustüre stehen haben. Daher hat man sich für die im Rhein-Neckar-Kreis schon bewährte Glasbox entschieden.

Die AVL hat frühzeitig eine individuelle Bestandsabfrage angeregt, was von den dualen Systemen und den beauftragten Entsorgungsunternehmen abgelehnt wurde. Die AVL hat aber den Entsorgungsunternehmen während der Vorbereitungen zum Systemwechsel Informationen zur Anwohner- und Haushaltszahl je Standort im Landkreis übermittelt.

Auch beim Einkaufen von Alkohol können Situationen entstehen, in denen Fremde, z. B. der Lieferant oder Kund:innen an der Kasse oder im Getränkemarkt sehen, welche und wie viele Flaschen an alkoholischen Getränken gekauft werden oder sich im Einkaufswagen befinden. Ähnliche "Einblicke" kann es natürlich auch bei Entsorgung über eine Glasbox geben.

Wer nicht möchte, dass die Nachbarn sehen, welcher Glasmüll anfällt, kann wie bisher sein Glas über Glascontainer oder die Wertstoffhöfe (außer Wertstoffhof SCHLOSSBERG) abgeben.

Die Verhandlungen haben mehrere Wochen gedauert – jetzt ist für alle, die mit der blauen Sammelbox nicht zurechtkommen, ein Tausch gegen eine blaue Tonne in begründeten Fällen möglich. Landkreis und AVL haben sich mit den dualen Systemen sowie den Entsorgern KURZ und PreZero darauf geeinigt, dass der Behältertausch von 1. April an starten soll. Der Tausch läuft über die bekannte Online-Plattform www.verpackungsabfall-lb.de und ist bis 15. Juni befristet.

Die Kosten für einen Behältertausch werden zwischen AVL, Entsorgern und den dualen Systemen gedrittelt.

Sollten Sie noch keine neuen Gelben Tonnen oder Glasbehälter erhalten haben, können Sie diese auf www.verpackungsabfall-lb.de unter Service / Erstausstattung bestellen.

Glas wird entweder in einer Glasbox (36 Liter) gesammelt werden (vgl. Foto am Ende der Seite) oder in blauen Glastonnen. Diese stehen Ihnen in den Größen 120 Liter, 240 Liter oder 770 Liter zur Verfügung. Die Behälter können auch mit den Nachbarn (entweder im selben Haus oder an angrenzenden Grundstücken) gemeinsam genutzt werden.

Die AVL setzt sich aktuell dafür ein, dass die Glasbox auf Wunsch durch eine Glastonne getauscht werden kann.

Die Gelbe Tonne gibt es in den Größen 240 Liter und 1.100 Liter (für Wohnanlagen)

Nein. Wer bislang dieselbe Grüne Tonne im Wechsel mit FLACH und RUND befüllt hat, darf diese nach der letzten Leerung im Dezember 2021 nur noch als reine Papiertonne nutzen.

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es für die Einsammlung und Verwertung verschiedene Zuständigkeiten gibt: Während die AVL die Fraktionen Restmüll, Biomüll und Altpapier einsammelt und verwertet, sind für die Sammlung und Verwertung von Verpackungen und Glas in Deutschland allein die dualen Systeme zuständig. Die Gelbe Tonne für Verpackungen und die blaue Glastonne liegen also nicht im Verantwortungsbereich der AVL. Aufgrund der unterschiedlichen Verantwortlichkeiten ist es nicht mehr möglich, eine „Multifunktionstonne“ für die verschiedenen Wertstofffraktionen einzusetzen.

Wer bislang dieselbe Grüne Tonne im Wechsel mit FLACH und RUND befüllt hat, darf diese nach der letzten Leerung im Dezember 2021 nur noch als reine Papiertonne nutzen.

Die Gelbe Tonne in der Größe 240 Liter wird alle vier Wochen geleert, die 1.100 Liter-Behälter alle zwei Wochen. Glas wird alle vier Wochen geleert.

Die FLACH-Behälter werde als Papiertonne weiter genutzt. Sie bleiben stehen. Die RUND-Tonnen werden von PreZero und KURZ abgeholt.

Was mit den eingesammelten Wertstoffen passiert, können Sie auf der Kampagnen-Seite "Mülltrennung wirkt!" der dualen Systeme nachlesen

Wenn Sie Fragen zur Gelben Tonne, Glas oder der Auslieferung der neuen Behälter haben, wenden Sie sich bitte an die Entsorger der dualen Systeme:

PreZero und KURZ
www.verpackungsabfall-lb.de  Tel. 0800 5893854

Wenn Sie Fragen zur neuen Papiertonne, zum Bio- oder Restmüll haben, wenden Sie sich gerne an unser SerivceCenter unter Tel. 07141 / 144 2828 oder per Mail an servicecenter@avl-lb.de.

Was damals das „Duale System Deutschland“ war, sind inzwischen mehrere privatwirtschaftlich organisierte duale Systeme. Sie organisieren bundesweit die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen und sind dafür verantwortlich, dass die vom Gesetzgeber nach Verpackungsgesetz vorgeschriebenen Recycling- bzw. Verwertungsquoten erreicht werden. Die Finanzierung dieser Leistungen erfolgt über sogenannte Lizenzgebühren, die jeder Hersteller für das Inverkehrbringen der Verpackungen an die dualen Systeme zahlen muss.

Die dualen Systeme müssen mit den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern – also dem Landkreis Ludwigsburg bzw. der AVL –  sogenannte Abstimmungsvereinbarungen abschließen, damit diese parallele Entsorgungsstruktur aus privatwirtschaftlicher und kommunaler Zuständigkeit geregelt und koordiniert werden kann.

Solch eine Vereinbarung auf das System FLACH und RUND hatte man Anfang der 90er Jahre mit dem „Dualen System Deutschland“ getroffen. Aufgrund des Verpackungsgesetzes von 2019 wurde nun neu über die Ausgestaltung des Trennsystems verhandelt.

Das ist historisch bedingt. Vor 1990 gab es im Landkreis Ludwigsburg grüne Tonnen für Glas und Papier. Als dann Anfang der 90er Jahren die Verpackungsverordnung in Kraft trat, die die haushaltsnahe Erfassung von Verkaufsverpackungen vorschrieb, musste das bislang existierende System angepasst werden. Man wollte dabei das vorhandene Sammelsystem weiter nutzen und nach einem Weg suchen, wie es für die Miterfassung von Verpackungen genutzt werden konnte. Die Ludwigsburger Abfallentsorgung einigte sich mit dem „Dualen System Deutschland“ auf ein Sondersammelsystem, das sich am amerikanischen System „slides“ und „bottles“ orientierte. Dies war die Geburtsstunde vom Ludwigsburger FLACH und RUND.

Gerne geben wir Ihnen ein paar Tipps, die das Recycling unterstützen:

  • Wenn Verpackungen aus unterschiedlichen Kunststoffen oder generell aus unterschiedlichen Materialien sind, hilft es, wenn Sie diese voneinander lösen. Das betrifft z. B. Schraubverschlüsse von Flaschen und Gläsern sowie Aludeckel oder Papierummantelungen von Joghurtbechern. Die einzelnen Materialien werfen Sie am besten losgelöst voneinander in die Grüne Tonne RUND bzw. im Falle von Papier in FLACH.
  • Für die Sortierung ist es besser, wenn die Wertstoffe lose (ohne Plastiktüte) oder aber in einer nicht verknoteten Plastiktüte in die RUND-Tonne gegeben werden.
  • Stapeln Sie Joghurtbecher o.Ä. nicht ineinander.
  • Es reicht, wenn die Verpackungen löffelrein sind, Sie müssen diese nicht mit Wasser ausspülen.
  • Schwarze Verpackungen sind eine Herausforderung bei der Sortierung, da die Förderbänder in den Sortieranlagen ebenfalls schwarz sind und schwarze Verpackungen daher von den Scannern nicht oder nur sehr schwer erkannt werden. Daher am besten schon beim Einkauf überlegen, ob nicht auf schwarze Kunststoffverpackungen – oder generell auf Kunststoffverpackungen – verzichtet werden kann.